Eier färben mit Blättern, Kräutern und Gemüse

Das Färben von Ostereiern ist sehr beliebt. Aber warum immer mit Chemie? Die fertig gefärbten Eier sind nicht zu empfehlen, die Herkunft sowohl der Eier als auch des Färbemittels bleibt oft unklar.

Achten Sie darauf, nur Eier von freilaufenden Hühnern zu kaufen! Kaufen sie Eier aus einer Massentierhaltung, unterstützen Sie Tierquälerei, die Schalen der Eier sind zu dünn zum Färben, außerdem schmecken die Eier nicht so gut. Wenn Sie mit Kindern vor Ostern Eier färben, machen Sie den Kindern damit eine große Freude! Viele Pflanzen aus dem Garten sind gut geeignet, die Eier zu färben!

  • Möchte man gelbe Ostereier, färbt man mit Kamille oder Goldrute
    oder mit den Blättern des Apfelbaumes
  • Möchte man gelbgrüne Ostereier, nimmt man Brennesselblätter,
    Schachtelhalmkraut oder Birkenblätter
  • Zwiebelschalen ergeben ein wunderschöne orangebraune Ostereier
  • Walnußbaumblätter und Eichenbaumblätter ergeben sanfte Brauntöne
  • Rotviolette Ostereier erhalten Sie mit Rotkohl oder mit Rote Beete
  • Wer gern blaue Ostereier hat, kann getrocknete Heidelbeeren,
    Holunderbeeren oder schwarze Johanniskrautbeeren nehmen.

So wird gut gefärbt:

Die Eier werden in Essigwasser gewaschen. Die Pflanzenteile werden zerkleinert und geraspelt und in circa einem Liter Wasser ausgekocht. Nun wird der Farbsud gefiltert und das gefärbte Wasser wird in einem Topf zum Kochen gebracht. In diesem Sud werden die Eier nun hartgekocht (10 Minuten). Nach dem Kochen mit kaltem Wasser abschrecken. Wirkt die Farbe zu blaß, werden die Eier in die abgekühlte Flüssigkeit eingelegt und nach einer halben Stunde wieder herausgenommen.

Wer es ganz besonders schön machen möchte, kann die Eier mit Blättern verzieren. Vor der zweiten Färbung ein Blatt um das Ei legen, mit Perlonstrumpf fixieren, in die dunklere Flüssigkeit legen. Nach dem zweiten, dunkleren Bad erscheinen nun die Blätter in einem helleren Ton als Negativ-Abdruck.

Fertig sind die schönsten Ostereier! Wir wünschen viel Freude beim Färben

Hessische Eier in Batik
und mit Siderlin-Schrift
 
Wachsbossiertechnik
Osterei in Weißrussland
Bossiertechnik
Bossiertechnik
Bossiertechnik
Papier- und Wachscollagetechnik
(Gänseei)
 
Porzellanei zum Öffnen
Bossiertechnik
Acrylmalerei
(von Dorothea Tschöke)
 
Übung eines Kindes
gekratzt und perforiert
(von Dorothea Tschöke)
 
Ei zum Öffnen
Kratztechnik
Ätztechnik
(von Dorothea Tschöke)
 
Ätztechnik
(von Dorothea Tschöke)
 

Wie blase ich die Eier aus (ohne meine Wangenmuskulatur zu überanstrengen)

Zum Ausblasen der Eier benötigen Sie sechs Dinge:

a) Nadel oder Schusterahle
b) einen Kreuzschlitzschraubenzieher
c) 1er-Kanüle, gelb (aus der Apotheke)
d)Gefäß zum Auffangen des Ei - Inhaltes
e) 100 ml-Spritze für Enten- und Gänseeier (aus der Apotheke)

f)

50 ml-Spritze für Hühnereier (aus der Apotheke)
 
1.

Sie stechen vorsichtig mit der Nadel an der spitzen Seite es Eies ein kleines Loch in die Schale.

  
2.

Mit dem Kreuzschraubenzieher vergrößern Sie das Loch mit leichtem Druck. So entsteht ein gleichmäßig rundes Loch.

  
3.
Nun halten Sie das Ei mit dem Loch nach unten über das Gefäß und drücken mit der Spritze langsam durch das Loch Luft in das Ei. Da das Ei nur ein Loch hat, kann die Luft nicht entweichen und drückt den Inhalt des Eies langsam heraus. Das Eigelb muß mit der Kanüle vorsichtig angestochen werden damit es ebenfalls herausfließen kann.
  
4.

Ist der Inhalt des Eies vollständig entfernt, lassen Sie das Ei mit Wasser halbvoll laufen, schütteln es kurz (Loch zuhalten) und entfernen das Wasser wieder mit der Spritze.

  
5.

Dann lassen Sie die Eier auf einer sauberen Palette mit dem Loch nach unter abtropfen.

  
6.
Nun können Sie die Eihaut um das Loch entfernen. Dazu nehmen Sie eine Nadel und kratzen damit die Haut an der Innenseite des Eies weg.
  
7.
Zum Schluß müssen die Eier noch sterilisiert werden.
  
8.
Hühnereier können Sie auf den Toaster legen (weiße Eier müssen langsam gedreht werden, da sie sonst braune Flecken kriegen).
  
9.

Enten- und Gänseeier werden im Backofen 15 min. bei 120 Grad sterilisiert. Dazu stellt man die Eier nebeneinander mit dem Loch nach oben auf ein Backblech (gut lüften, es riecht unangenehm).

 

 

Für den vom "Eiermalen" eher unberührtem Surfer erläutern wir jetzt, wie`s gemacht wird.

Erklärt werden die drei herkömmlichsten Techniken zum Eiermalen. Drucken Sie sich diese Seite einfach aus und probieren Sie sich im Eiermalen (kann nicht mehr kaputt gehen als ein Ei, eine Kerze, ein Löffel - und Ihre Tischdecke ist vielleicht schmutzig - aber Sie haben zu Ostern bunte Eier).


1. Die Wachstechnik

ist die älteste und heute noch am meisten ausgeübteste Technik. Hierbei wird mit Hilfe von Nadelkuppen oder zurechtgeschnittenen Federn und Federkielen das erwärmte, flüssige Wachs als Punkt, sich verjüngender Strich oder Dreieck auf das ausgeblasene oder gekochte Ei aufgetragen.

Dem Geschick des Eiermalers ist es nun überlassen, wie daraus ein kunstvolles Muster für das gesamte Ei ensteht.


Nach Auftragen des Wachses wird das Ei gefärbt, wobei die mit Wachs bedeckten Stellen von der Farbe verschont bleiben.
Durch mehrmaliges Wachsen und Färben in verschiedenen Farben erhält man trotz einfacher Muster ein schönes, buntes Osterei.

Zum Schluß wird durch Erwärmen des Wachses am Ei über der Kerze (kurz ranhalten und mit Lappen abwischen) die Wachszeichnung entfernt und fertig ist Ihr Oster-Ei.


......

Sie machen dazu folgendes:
Nehmen Sie einen Löffel (aber nicht den vom Silberbesteck) und biegen Sie diesen um (siehe Bild). Stecken Sie dann diesen Löffel in eine halbierte Kartoffel und schon steht das Teil. Stellen Sie dann eine Kerze unter die Konstruktion und vergessen Sie nicht, vorher oben in den Löffel etwas Wachs von einer Kerze zu geben. Jetzt können Sie unten die Kerze anzünden und haben als Ergebnis immer flüssiges Wachs zur Hand.

Was Sie jetzt noch brauchen ist ein Ei (gekocht oder ausgeblasen - dazu oben und unten ein kleines Loch ins Ei machen und dann ganz einfach ausblasen - das Innere nehmen Sie für Rührei) und das entsprechende Werkzeug zum Arbeiten.


Zum einen z.B. Stecknadeln (können Sie in einen Bleistift stecken zu besseren Handhabung, denn mit der Nadelkuppe müssen Sie irgendwie das Wachs aufs Ei bekommen) und ein paar Federn (notfalls auch von Ihrem Wellensittich), welche Sie so beschneiden, daß nur der Federkiel und am Ende (oben) ein kleines Dreieck o.ä. übrigbleibt.

Nun steht dem Eiermalen nichts mehr im Wege.

Tragen Sie mit eben beschriebenen Hilfsmitteln das heiße Kerzenwachs aus dem Löffel möglichst kunstvoll und gleichmäßig auf Ihr Ei auf. Anschließend färben Sie das Ei und entfernen Sie danach das vorher aufgetragene Wachs.

Um Ihrem Ei den nötigen "Pepp" zu verleihen, können Sie es auch noch etwas zum Glänzen bringen. Wie, ist ganz Ihrer Fantasie überlassen (Speck aus dem Kühlschrank, Klarlack aus dem Baumarkt, vielleicht geht`s auch mit Haar-Spray).

UND FERTIG IST IHR ERSTES EI.

Neben der Wachsreservetechnik wie eben beschrieben gibt es auch noch eine zweite Variante, die Wachsbossiertechnik. Bei dieser Technik wird auf das Färben der Eier verzichtet und gleich eingefärbtes Wachs auf das Ei aufgetragen. Diese aufgetragenen, bunten Wachsschichten bleiben dann reliefartig so auf dem Ei wie Sie sind.

Wenn Sie Ihr fertiges Ei aufhängen wollen, nehmen Sie ein halbes Streichholz (kein Feuerzeug) und befestigen daran einen Bindfaden (als Schlaufe). Danach fädeln Sie das Streichholz in eins der Löcher des ausgeblasenen Ei`s und fertig ist das Hänge-Ei.

Wer davon noch nicht genug hat, kann es auch noch mit einer anderen Technik versuchen.

 

2. Die Kratztechnik

Bei der Kratztechnik macht man das, was der Name schon sagt. Mit Hilfe eines spitzen und scharfen Gegenstandes werden auf das vorher eingefärbte Ei Muster und Motive gekratzt.

Wichtig ist hier wie auch bei anderen Techniken, daß die Muster auf dem fertigen Ei auf beiden "Seiten" identisch sind.

 


Sie können sich das so vorstellen, daß Sie das Ei in der Mitte quer durchschneiden und dann die beiden Hälften mit der Spitze nach oben auf den Tisch stellen. Auf beiden Hälften sollte nun das gleiche Muster zu finden sein.

Die Verzierungen bei der Kratztechnik fallen sehr filigran aus, erfordern aber einen wesentlich höheren Arbeitsaufwand und eine ruhige Hand. So ist es kein Problem, an einem einzigen Ei mal locker 5 Stunden zu verbringen, bis dieses fertig ist.

Die Meister dieser Technik, die vor allem in und um Hoyerswerda zu finden sind, erzielen durch unterschiedlich starkes Aufdrücken beim Kratzen sogar noch Farbnuancen.

Sollten Sie wieder mal irgendwann nichts zu tun haben - besorgen Sie sich ein gefärbtes Ei (vielleicht gehen auch die aus dem Supermarkt) und fangen Sie an zu kratzen. Werkzeug dazu findet sich überall im Haushalt (Cutter-Messer, andere Messer und alles was spitz oder scharf ist). Ihre Kinder sollten das aber eher nicht versuchen, eben da spitz und scharf.

 

3. Die Ätztechnik

Die Ätztechnik wird nur noch sehr vereinzelt angewandt. Auf die eingefärbten Eier werden mit Hilfe eines Federkiels oder einer Stahlfeder Ornamente und Sprüche gezeichnet. Die Säure zerfrisst dabei die Farbe, wodurch man weiße Muster auf buntem Untergrund erhält.

Nach einigen Strichen müssen die geätzten Stellen immer wieder mit einem weichen Lappen abgewischt werden, damit sich die Säure nicht sinnlos weiterfrißt und die Muster ganz bleiben.

Zum Ätzen benutzte man früher die Lauge vom Sauerkraut, heutzutage tut`s auch verdünnte Salpeter- oder Salzsäure (finden Sie in der Drogerie oder im Chemiebaukasten Ihrer Kinder).

 

 

Aus Ungarn: In Kratztechnik verzierte Eier
mit zusätzlichen Ornamenten aus Stroh.
Geschliffene Gänseeier in die mit Bohrer und Feile
feinste Ornamente eingebracht werden.
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Mit Acryl bemaltes Straußenei In der gleichen Technik bemalte Hühnereier mit Sternzeichenmotiven.
Diese Eier in Acryltechnik kommen von der Neu-Ulmer Malerin Anita Oberländer.
Die gleiche Technik nur mit Fantasiemotiven.Mit herkömmlichen Farben bemalte Hühnereier -
Nichts für nervöse Hände.
Wer würde es für möglich halten ? Bestickte Eier!Dieses Straußenei trägt ein Dekor
in Omas Kreuzstichtechnik.
Aus Russland kommen diese Motive. Dies sind hauptsächlich religiöse Motive,
die sehr stark an die Ikonenmalerei erinnern.
Ein Straußenei mit dem Bild des Lebens am Zarenhof?
Osterkunst mal anders:
Holzfiguren aus dem Erzgebirge.
Ostermotive, geätzt aus Messingblech
von Karl Jech aus Blaustein.
Ein ganzer Psalm per Hand auf einem Ei!
Verziert mit echtem Blattgold.
Mehr als eine Geduldsprobe!
Goethes Osterspaziergang auf einem Straußenei,
geschrieben von Käthe Rauter aus Lindau-Bodolz.
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Indianische Motive aus Nordamerika
von Karin Meier aus Metzingen.
-
Nicht's für Weicheier:
Eier im Ledermantel!
Ebenfalls aus Leder: Diese Käfer,
hergestellt von Herbert Hübner aus Reutlingen
Nicht gemalt, sondern mit getrocknenten Blüten und Blättern verziert.
Die Künstlerin: Antonie Haag Laupheim.
Mal was für Juppies:
Extravagantes aus Eierschalen.
-Weniger für Kinder aber für Sammler:
Janosch Motive

 
 

 

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